Die Natur Meløys zeichnet sich durch große Vielfalt aus. Auf eine kurzen Entfernung zwischen den äußersten Inseln und dem Gebirge oberhalb der Waldgrenze findet man viele Naturtypen, die Raum für schöne Naturerlebnisse geben.
Hunderte von Inseln
Draußen im offenen Meer liegen hunderte dem Wind ausgesetzte und flache Inseln. Die Landschaft ist karg, mit Felskuppen und flach geschliffenen Gestein, Heiden, Stränden und überwachsener Kulturlandschaft aus einer Zeit in der sich die Bewohner hier im offenen Meer regelrecht festgeklammer haben. Das Meer und er Acker war hier, wie auch im Rest der Gemeinde, das, was die Bewohner zu schützen hatten. Heute ist das das Reich der Möwen, Eiderenten und Seeadlern, sowie teilweise von Seehund unt Otter. Mehrer Inselgruppen sind wegen ihres vielfältigen Vögel- und Pflanzenarten geschützt,
Steile Fjordlandschaft
Auf dem Seeweg zum Festland fährt man an den landnäheren und größeren Inseln vorbei. Alle sind steil aufsteigend mit Gipfeln bis zu 600 m. Hier gibt es, im Gegensatz zum äußeren Schärengürtel, Birkenwald entlang der Berghänge. Die Insel Teksmona hat beträchtliche Bestände alten und unberührten Fichtenwaldes, der in der jüngeren Zeit geschützt wurde.An vielen Stellen finden sich geschützte Buchten, schöne Sandstrände und reiche Fischgründe. Das Festland entlang der Fjorde ist steil und bergig, mit Gipfeln bis zu 1.500 m. Dies alpine Gebirgslandschaft ist geprägt durch das Inlandeis der letzten Eiszeit. An den Fjordhängen sind steile und üppige Waldhänge, dominiert von Birke, und teilweise Ulme zu finden. Meløy ist die nördlichste Gemeinde mit einer nennenswerten Ausbreitung dieser wärmeliebenden Baumart.
Karstlandschaft
Meløy verfügt über große Bereiche, die oberhalb der Waldgrenze von 500 m liegen. Glomfjell als gemeinsame Bezeichnung für die Geburgsbereiche östlich von Glomfjord ist auf viele Weisen speziell. Weite Bereiche bestehen aus Marmorgestein und sind damit ein Eldorado für Botaniker und gleichzeitig eine einzigartige Karstlandschaft mit vielen Grotten und Bergformationen. Hier kommt man ebenfalls in Kontakt mit dem Svartisen und der Gletscherlandschaft. Die kühlen Sommer an der Nordlandsküste bedingen auch, dass sich viele Gebirgspflanzen in flacheren Bereichen wohlfühlen, u.a. fjellfiol, reinrose und rypebär.
Geologie
Das Grundgebirge in Meløy besteht aus mehreren Decken, die übereinander gefaltet worden sind. Die Decken wurden während der kaledonischen Gebirgsbildung vor 4-500 millionen Jahren verschoben. Das Grundgebirge der Inseln besteht hauptsächlich aus Granit und Granodioritt, Grønøy, Teile von Meløy und Mesøy sind dominiert von Glimmerschiefer und Glimmergneis mit größeren Bereichen bestehend aus Granit und Granodioritt. In der Nähe von Ørnes gibt es einige Bereiche mit den Gesteinsarten Dioritt, Kalksilikatschiefer und Gneis. In den Gebirgsbereichen nördlich des Storglomvatnet gibt es größere zusammenhängende Gebiete mit Kalkspat- und Dolomitmarmor.
Klima
Meløys Lage an der Nordlandküste bedingt das die Gemeinde stark im Einflussbereich westliche Winde vom Meer her liegt. Temperaturmäßig bewirkt das milde Winter und kühle Sommer mit einem Jahresmittel von 5 Grad Celsius. Über kurze Entfernungen weißt die Gemeinde große Niederschlagsunterschiede auf. Die westlichen und feuchten Luftmassen treffen im innersten der Fjorde auf mächtige Gebirgsmassive und den Svartisen, die niederschlagsauslösend wirken. Diese Kombination führt zu hohen Niederschlägen. Während äußere Küstenbereiche ein gemittelten Jahresniederschlag von 1200 mm haben, haben innere Fjordbereiche bis über 2000 mm. Geht man noch weiter nach Osten, steigen die Niederschlagsmengen bis rund 3000 mm in den Gebirgsbereichen östlich vom Glomfjord und können bis 5000 auf dem Svartisplateau erreichen.