Mehr als alles andere kennzeichnet Meløys jüngste Vergangenheit der Industriebetrieb in Glomfjord. Gegründet wurde dieser 1912 mit dem Kauf des Fykanfossen weit innen im Glom-Fjord, der von da an als Energiequelle für die Industrie genutzt wurde. Im Lauf der folgenden 25 Jahre versuchte man sich in unterschiedlichen Unternehmen, unter anderem einem Zinkschmelzwerk, mit wechselhaftem Erfolg.
Als 1940 der Krieg Norwegen erreichte, war Haugvik Fabrikker dabei, in Glomfjord Aluminium herzustellen. Im Namen der Gesellschaft Nordag übernahm die deutsche Besatzungsmacht die Anlage, die von da an für die deutsche Flugindustrie produzierte. Dies fand ein jähes Ende, als im September 1942 Soldaten der Kommandoaktion ”Operation Muskedunder” (englisch: Musketoon) der Alliierten das Kraftwerk auf dem Fykan lahmlegten. Sieben der Soldaten wurden in den ersten Morgenstunden nach der Aktion festgenommen und einen Monat später in Sachsenhausen bei Berlin hingerichtet, als die allerersten Opfer von Hitlers Kommandobefehl.
Die Zeit nach dem Krieg gilt als die große Hydro-Periode in Glomfjord und Meløy. 1947 übernahm Norsk Hydro die Fabrikanlagen und begann mit der Produktion von Dünger, was vielen Einwohnern von Meløy Arbeitsplätze für die nächsten fünfzig Jahre sicherte.
Auch Ørnes, das seit 1952 als kommunale Verwaltungsstelle fungierte, unterzog sich im Lauf des 20. Jahrhunderts großen Veränderungen. Der alte Handelsplatz, der früher das natürliche Zentrum gebildet hatte, hatte inzwischen an Wichtigkeit verloren, und eine moderne Infrastruktur begann sich durchzusetzen. Der Fährenhafen und Straßen wurden gebaut, und viele Zusatzmaßnahmen ermöglichten schließlich den weiteren Ausbau des Ortes.
Heute ist Ørnes eine kleine Ortschaft mit ca. 1900 Einwohnern. Die Hydro-Epoche in Glomfjord ist vorbei, und mittlerweile hat den Industriepark eine Reihe von Betrieben übernommen, unter anderem REC, die Solarzellen produzieren.